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Gattschina (russisch Га́тчина) ist eine Stadt in der russischen Oblast Leningrad und befindet sich 45 Kilometer südlich von Sankt Petersburg an der Autobahn und der Bahnlinie nach Pskow. Die Einwohnerzahl beträgt 92.566 (Stand: 2010)[1]. Die Stadt hat vor allem durch ihr Schloss, das zeitweise Zarenresidenz war, Berühmtheit erlangt.

Gattschina wurde erstmals 1499 erwähnt; ursprünglich gehörte der Ort zu Nowgorod, mit dessen Unterwerfung kam auch Gattschina ans Großfürstentum Moskau. Vorübergehend gehörte Gattschina, wie das gesamte Ingermanland, in dem es liegt, in den Zeitperioden 1583–1595 sowie 1617–1721 Schweden. Kaiser Peter der Große schenkte Gattschina seiner Schwester Natalia. 1765 gab Kaiserin Katharina die Große Gattschina an ihren Favoriten, Graf Grigori Grigorjewitsch Orlow, der hier ein Schloss mit 600 Zimmern errichten ließ, das, erstmals in Russland, von einem Englischen Garten umgeben war. Der Architekt Antonio Rinaldi ließ in den Jahren 1777–1782 am Eingang des Parks einen großen Triumphbogen errichten. Das Schlossinnere ist im Klassizismus-Stil gehalten und wurde von Antonio Rinaldi und Vincenzo Brenna entworfen. Italienische Stuckateure und russische Handwerker schufen die entsprechende Inneneinrichtung mit Deckengemälden, Parkettfußböden und italienischer Möblierung.

Tschesma-Galerie für Großherzog Paul, im neoklassizistischen Stil, um 1795

Als Graf Orlow 1783 starb, erwarb die Kaiserin das Schloss von dessen Erben und gab es an ihren Sohn, den späteren Kaiser Paul I. weiter. Dieser nahm in den 1790er Jahren Veränderungen im neoklassizistischen Stil vor und ließ im Park mehrere Brücken und Pavillons erbauen. Nach Pauls Tod blieb das Schloss zunächst weitgehend ungenutzt. Erst Alexander III. machte es dann erneut zu einer Kaiserresidenz. Der letzte russische Kaiser, Nikolaus II., verbrachte seine Jugend hier; nach seiner Abdankung 1917 wurde er in Gattschina zeitweise unter Hausarrest gestellt.

1923 wurde die Stadt nach dem Revolutionär Trotzki in Trozk (Троцк) umbenannt, nachdem Trotzki in Ungnade gefallen war, erfolgte 1929 eine weitere Umbenennung in Krasnogwardeisk (Красногвардейск), ehe die Stadt 1944 wieder ihren alten Namen Gattschina erhielt.

Im Zweiten Weltkrieg war Gattschina seit Sommer 1941 von deutschen Truppen besetzt und nach dem deutschen Generaloberst Georg Lindemann in Lindemannstadt umbenannt. Beim Rückzug der Wehrmacht 1944 wurde das Schloss verwüstet und angezündet; die Restauration nach dem Krieg ist bis heute nur zu einem Teil vollendet.

Quelle: Wikipedia

Gattschina Bemerkung: In der deutschen Notation des Ortsnamens setzte sich die Schreibweise Gatschina durch. 

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