Vortrag Dr. Krieger, Uni Heidelberg

Zwei Millionen Russlanddeutsche danken für Wiedergutmachung

Viktor Krieger: „Kriegsfolgenschicksale bis heute vorhanden!“

In der Scheune der Ettlinger Diakonie ging es mit Begriffen hoch her. Die Zuhören vernahmen Worte wie „Kriegsfolgeschicksale, Erinnerungskultur und Erinnerungskämpfe sowie Schicksalsgemeinschaften“ Eingeladen hatte Gerhard Laier, Vorsitzender, der Deutsch-Russischen Gesellschaft Ettlingen, zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. In den Abend führt gekonnt Andreas Schulz, Historiker und Fachreferent für Jugend- und Vermittlungsarbeit an Gedenkstätten der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, ein mit der zentralen Frage des Abends: „Doch was heißt es konkret, wenn wir heute über Erinnerung und Vergangenheitsbewältigung als wichtige Bestandteile unserer kulturellen Identität sprechen?“ Zuvor hatte er die Ziele der Bundesregierung zitiert: „Wir wollen die dezentrale Erinnerungskultur mit ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement stärken und zukünftig auch kleinere Initiativen und Gedenkstätten im In- und Ausland besser unterstützen“. Damit war enorm vorgelegt für den Heidelberger Historiker und Lehrbeauftragten der Universität Heidelberg, Dr. Viktor Krieger, der über 250 Jahre Geschichte der Russlanddeutschen bis in die Gegenwart referierte. Allein seit 1994 seien mehr als 150.000 Zuwanderer mit deutschen Wurzeln aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion nach Baden-Württemberg gekommen, die  ihre eigene Erfahrung und Kultur mitgebracht hätten. Er schätzte die Zahl dieses Personenkreises in Baden-Württemberg auf eine halbe Million und deutschlandweit auf rund zwei Millionen.

Katharina II.: Deutsche wurden nach Russland eingeladen und dann verfolgt

Durch den „Kolonistenbrief“ Katharinas II. aus dem Jahr 1763 zog es viele deutsche Siedler nach Russland. „Mit ihrer Sprache, ihrer Kultur und Tradition stellten sie im Zarenreich eine besondere Bevölkerungsgruppe dar und prägten in der Folgezeit die russländische Geschichte maßgeblich mit“, so Krieger und dann weiter: „keine 200 Jahre später wurden aus Siedlern Verfolgte“. Der bekannte Publizist der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erinnert daran, dass in den Jahren des Großen Terrors 1937-38 in Russland und vor allem seit 1941 die Nachfahren der ersten Siedler eine der exponiertesten Zielscheiben der staatlichen Repressalien waren, denn sie seien zu Zehntausenden ermordet, verhaftet und deportiert worden.

Da die Sowjetführung sich weigerte, ihre deutschen Bürger zu rehabilitieren und gleichberechtigt zu akzeptieren, reisten bereits seit Mitte der 1950er bis Ende der 80er Jahre über zwei Millionen Russlanddeutsche als (Spät-)Aussiedler in die Bundesrepublik, um hier als Gleiche unter Gleichen leben zu können. Viktor Krieger beleuchtete dabei in seinem Vortrag die Besonderheiten ihrer historischen Erfahrungen und ihrer Erinnerungskultur. Krieger sieht die Mehrzahl der Russen heute in „Deutschland angekommen“ an. Manche seien dies nicht, was aber sich mit den Jahren noch geben werde, wenn man ihnen die politische Teilhabe besser zugänglich mache. Tendenzen zu rechtsradikalen Kräften sieht der Historiker mit Sorge und die Gesellschaft müsse hier den Russen die Chance zur Integration unter Wahrung einer eigenen Identifikation belassen. Krieger sieht es als entscheidend an, dass mehr politische Entscheidungsträger russische Wurzeln und Verständnis für deren Situation haben sollten. Er vergleicht dieses mit Verantwortlichen anderer Nationen, die heute selbstverständlich in unseren Parlamenten vertreten seien.

Kriegsfolgeschicksale vor Sprache als Kriterium für die Aufnahme

ViktorKrieger verwies in seinem Vortrag auf die Rechtslage zur Aufnahme vonRusslanddeutschen in der Bundesrepublik. Krieger: „Entscheidend ist dasUnrecht, was diesen Deutschstämmigen in Russland durch die aggressive PolitikHitlerdeutschlands zuteilwurde!“ Er meinte damit, dass nur Russlanddeutschen,die selbst in der Zarenarmee dienten, auf einmal Verfolgte im eigenen Land war,weil sie nur von Deutschen abstammten und oft kein Wort Deutsch mehr sprachen.

Stuhl für Forschung der Russlanddeutschen gefordert

Krieger forderte auch verständlicherweise bessere Arbeitsbedingungen für Forschungsarbeiten, da er eine ungewöhnliche Situation in Heidelberg habe. Seine Situation sei die „einer budgetlosen Einrichtung des Landes Baden-Württemberg“. Ihm und anderen Akteuren werde stets Unterstützung von Politikern  zugesichert, aber die notwendige Finanzausstattung käme nicht.

Der Vorsitzende der Deutsch-Russischen Gesellschaft sah in diesem Abend zwei Dinge: „Zum einen verstehen wir die Situation der Russen in Deutschland besser und zum anderen muss die Finanzlage der Forschungsarbeit besser werden!“

Und was sagt doch das Regierungsprogramm der Großen Koalition dazu, fragte Schulz abschließend: „Das kulturelle Erbe der Deutschen in Mittel- und Osteuropa und das Kulturgut der Vertriebenen,Aussiedler und Spätaussiedler sind wichtige Bestandteile der kulturellen Identität Deutschlands.“ Dem hatten die Referenten und die Besucher des Abend nichts hinzuzufügen.


Gerhard Laier (Vorsitzender der Deutsch-Russischen Gesellschaft Ettlingen) mit Andreas Schulz (Fachreferent der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg) in der Mitte und Dr.Viktor Krieger (Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Universität Heidelberg, rechts)

Nacht der Musik – ночь музыки

Nacht der Musik in Gatschina. 7./8 Juli 2018 im Schlosspark

ПРОГРАММА

23.00

Симфонический оркестр Михайловского театра
Дирижер — Модестас ПИТРЕНАС (Литва)

— Петр Ильич ЧАЙКОВСКИЙ (1840-1893)
Славянский марш

— Вольфганг Амадей МОЦАРТ (1756-1791)
Симфония №40, соль минор
Allegro
Andante
Menuetto
Allegro assai

24.00

Симфонический оркестр Михайловского театра
Дирижер — Модестас ПИТРЕНАС
Солистка — Элиан РОДРИГЕС, фортепиано (Бразилия/Бельгия)

— Петр Ильич ЧАЙКОВСКИЙ
Сюита из балета «Лебединое озеро»
Сцена
Вальс
Танец маленьких лебедей
Сцена
Венгерский танец (Чардаш)
Сцена

— Джордж ГЕРШВИН (1898-1937)
Рапсодия в стиле блюз для фортепиано с оркестром

01.00

Симфонический оркестр театра Мюзик-Холл «Северная Симфония»
Дирижер — Фабио МАСТРАНДЖЕЛО

— Дмитрий Дмитриевич ШОСТАКОВИЧ (1906-1975)
Праздничная увертюра

— Петр Ильич ЧАЙКОВСКИЙ (1840-1993)
Вальс цветов из балета «Щелкунчик»

— Николай Андреевич РИМСКИЙ-КОРСАКОВ (1844-1908)
Пляска скоморохов из оперы «Снегурочка»

— Михаил Иванович ГЛИНКА (1804-1857)
Марш Черномора из оперы «Руслан и Людмила»

— Анатолий Константинович ЛЯДОВ (1855-1914)
Полонез

— Арам Ильич ХАЧАТУРЯН (1903-1978)
Вальс из музыки к драме «Маскарад»

— Сергей Сергеевич ПРОКОФЬЕВ (1891-1953)
Танец рыцарей из балета «Ромео и Джульетта»

— Рейнгольд Морицевич ГЛИЭР (1875-1956)
Танец моряков из балета «Красный мак»

— Александр Порфирьевич БОРОДИН (1833-1887)
Половецкие пляски из оперы «Князь Игорь»

02.00

Симфонический оркестр театра Мюзик-Холл «Северная Симфония»
Дирижер — Фабио МАСТРАНДЖЕЛО

— Джоаккино РОССИНИ (1792-1868)
Увертюра к опере «Севильский цирюльник»

— Иоганн ШТРАУС-СЫН (1825-1899)
Персидский марш

— Иоганнес БРАМС (1833-1897)
Венгерские танцы
№3 фа мажор
№5 соль минор
№10 фа мажор

— Леонард БЕРНСТАЙН (1918-1990)
Увертюра к опере «Кандид»
Mambo из мюзикла «Вестсайдская история»

— Эдвард ГРИГ (1843-1907)
Из музыки к драме Г. Ибсена «Пер Гюнт»
Утро
В пещере горного короля
Танец Анитры

— Эдуард ЭЛГАР (1857-1934)
Марш «Страна надежды и славы»

Bürgerreise nach Gatschina mit Moskau und St. Petesburg vom 5. bis 13. Mai

Eine tolle Russland-Woche!

Unter der erfahrenen Leitung von Gerhard Laier, seit 2002 Vorsitzender der Deutsch-Russischen-Gesellschaft Ettlingen, fand vom 5. bis 13. Mai mal wieder ein Besuch in Ettlingens Partnerstadt Gatschina statt.

Die 17 Personen umfassende Gruppe erwartete zunächst ein reichhaltiges Kulturprogramm in Moskau und St. Petersburg. Schon der Landeanflug auf das nächtliche Moskau bot einen traumhaften Überblick über die 13-Millionen-Metropole. Dort führte uns eine sehr gut Deutsch sprechende Reiseführerin zu den vielfältigen Sehenswürdigkeiten und gab uns Einblick in das grandiose handwerkliche, kunsthistorische und architektonische Schaffen des zaristischen Russlands.

Nach einer Stadtrundfahrt standen das Neujungfrauenkloster, die Tretjakow-Galerie, der Rote Platz mit dem historischen Kaufhaus GUM und der Kreml mit Rüstkammer auf dem Programm. Auch Metro-Fahrten mit Besichtigungen prachtvoller Stationen, die mit Mosaiken, Marmor und Kronleuchtern ausgestaltet sind, durfte nicht fehlen. Moskau ist übrigens eine äußerst saubere Stadt.

Am Mittwoch ging es mit dem komfortablen Schnellzug „Sapsan“ absolut pünktlich nach St. Petersburg. Dort blieb allerdings nur ein Tag Zeit für die an Pracht nicht zu überbietende Ermitage sowie eine Bootsfahrt durch die Stadt mit ihren unzähligen hochherrschaftlichen Palastbauten. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Balletts „Romeo und Julia“ im barocken Michailowski-Theater. Da an diesem 9. Mai in Russland der „Tag des Sieges“ begangen wird, erwartete die Gruppe neben den Feierlichkeiten noch ein abendliches Feuerwerk.

Donnerstag Abend erreichte die Gruppe das 45 km südlich von St. Petersburg gelegene Gatschina. Neben dem Besuch von Peterhof und des Parks in Oranienbaum stand als letztes kulturelles Highlight das Ekatarinenschloss mit dem legendären Bernsteinzimmer in Puschkin auf dem Programm. Das eigentliche Ziel der Reise bildete aber die Begegnung mit guten „alten“ Bekannten in Gatschina. Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden Erinnerungen und Neuerungen ausgetauscht. Die Konversation war möglich, weil einige Personen in unserer Partnerstadt sehr gut deutsch sprechen und einige Ettlinger etwas Russisch. Drei Teilnehmer hatten sogar extra für diese Reise einen Russischkurs bei der VHS belegt.
Als lokales Besuchsziel hatte Herr Laier diesmal die „Schule des dritten Alters“ ausgewählt, eine Senioreneinrichtung, welche nach dem Vorbild des Ettlinger Begegnungszentrums entstand. Empfangen wurde die Gruppe dort von zwei hochdekorierten Kriegsveteranen. Im Gebäude bildeten Seniorinnen in farbenprächtiger Tracht ein Spalier und hießen die Gäste mit Brot, Salz und schmetterndem Gesang herzlich willkommen. Sie präsentierten eine Auswahl ihrer mit viel Liebe hergestellten Handarbeiten. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich gemeinsames Singen und Tanzen, für deren Darbietungen die Seniorinnen und Senioren aus Gatschina bereits Preise erhalten haben. Es fördere die Gesundheit und die Freude im Leben. Von ihren Gesangs- und tänzerischen Qualitäten bei Akkordeonmusik gaben sie noch einige Kostproben und forderten die Gäste zu gemeinsamem Tanz auf. Eine liebevoll und reichhaltig gedeckte Kaffeetafel rundete die Gastfreundschaft ab. In einer kurzen Ansprache gaben die Veteranen ihrem Wunsch Ausdruck, dass die Völker nie mehr gegeneinander Krieg führen, stattdessen Freundschaft („Druschba“) entstehen möge. Mit kleinen selbst hergestellten Gastgeschenken verließ die Ettlinger Gruppe tief beeindruckt die „Schule des dritten Alters“.
An einem gemeinsamen Abschlussabend bedankte sich die Reisegruppe bei Herrn Laier für diese bereichernden Erfahrungen, die erlebnisreiche Woche und die gute Organisation.

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REISEANGEBOT in Kooperation mit Reisebüro Schnieder

Route: Moskau -St. Petersburg/Gatschina
Teilnehmer: Maximal 20 Personen
Termin: 05.05. – 13.05.2018
Leistungen: LUFTHANSA-Linienflug Gruppe Frankfurt – Moskau (Domodedovo) / St. Petersburg – Frankfurt
Unterkunft/Verpflegung 4 Übernachtungen / Frühstücksbuffet Hotel Ismailovo Delta Premium in Moskau ( 05.05.-09.05.18) 1 Abendessen im Hotel
Transfers mit deutschsprachiger Reiseleitung 05.05. Flughafen – Hotel Ismailovo Delta
09.05. Hotel – Bahnhof
Schnellzug SAPSAN Nr. 758 A (Verfügbarkeit unter Vorbehalt)
Bahnhof St. Petersburg – Hotel Gatschina
13.05. Hotel Gatschina – Flughafen St. Petersburg

Besichtigungsprogramm Moskau inkl.
Dolmetscherbetreuung, Eintrittsgelder, Bustransfers – Stadtrundfahrt mit Neujungfrauenkloster – Roter Platz mit Kaufhaus GUM – Tretjakow Galerie – Metrofahrt – Arbatbummel – Kreml mit Rüstkammer
Grundpreis pro Person im Doppelzimmer:
ab 15 Personen: € 1.210
ab 10 Personen: € 1.225,-
EZ-Zuschlag: € 100,-

Aufenthalt in Gatschina vom 9. bis 13. Mai
Ausflüge nach Peterhof, Puschkin (Bernsteinzimmer) und nach St. Petersburg (ca. 45 km) in Kooperation mit Partnern vor Ort.
4 Übernachtungen im DZ mit Frühstück: Ca. 100 € pro Person
Besuch von Peterhof, Stadtrundfahrt St. Petersburg mit Peter-Paul Festung und Ermitage sowie Puschkin: 80 €

Zusatzkosten: Fahrt zum Flughafen Frankfurt (Bahn/Bus), Beschaffung des Visums (Voraussetzung gültiger Reisepass bis 13.11.2018 !) und Verpflegung.

Herzlich Willkommen in Gatschina

St. Petersburg


Tourismus im Leningrader Gebiet

Wir trauern um Irina Roganova – Светлая память


2006, Schloss Ettlingen
Памяти музыканта, Author: AS-Media
Мар 1, 2018

На 65 – м  году  ушла из жизни  Роганова Ирина Вячеславовна —   Заслуженный работник культуры Российской Федерации, преподаватель  теоретических дисциплин, заведующая хоровым отделом Муниципального бюджетного учреждения дополнительного образования  «Гатчинская детская музыкальная школа им. М.М. Ипполитова-Иванова».  

С 1980 года Роганова И.В. начала работать в Гатчинской детской музыкальной школе  им. Ипполитова-Иванова преподавателем теоретических дисциплин, а   с 1995 года возглавила работу хорового отдела.
Всю свою жизнь Ирина Вячеславовна посвятила музыке и детям. Собрала вокруг себя  талантливых, трудолюбивых,   способных детей, создала   младший, средний, старший хоровые коллективы «Гармония», хоровой ансамбль мальчиков «Гармония», молодежную хоровую  капеллу «Гармония».
Под руководством Рогановой И.В.  хоровой отдел  стал одним из лучших в Ленинградской области.
С 1997 года и по настоящее время  хоровые коллективы школы  становились  лауреатами престижных Областных,  Всероссийских и Международных конкурсов. Только за последние годы   старший хор, средний хор «Гармония»,  хоровой ансамбль мальчиков «Гармония» 1-4 классов удостоены дипломов Лауреата II степени  II Областного фестиваля–конкурса вокальных солистов и ансамблей «Славься Отечество!»; смешанный хор молодежной капеллы «Гармония» дважды награжден дипломом Лауреата II степени в международном конкурсе  детско – юношеского хорового  фестиваля «Звучит Москва» в номинации «На лучшее исполнение западноевропейской  духовной музыки»  и в номинации «На лучшее исполнение православной музыки», а хор молодежной капеллы  «Гармония» удостоен диплома лауреата  III степени выше названного хорового фестиваля в номинации «На лучшее исполнение православной музыки».  Детский хор «Гармония» и  молодежная капелла «Гармония» в 2016 году  завоевали в Сочи на IX   Мировых Хоровых играх  одну серебряную и три золотые медали. В 2017 году из Риги   с Европейских хоровых игр  молодежная капелла «Гармония»  привезла Гран-При конкурса, а детские хоры  «Гармония»  серебряную медаль.
Все учебные хоры  отдела являются концертными, и постоянно выступали в самых известных  залах г. Санкт-Петербурга (Санкт–Петербургской Капелле,   Государственной консерватории им. Н.А. Римского–Корсакова,   Большом зале филармонии Санкт-Петербурга),  в Москве, Чебоксарах, Челябинске, Нижнем Новгороде и других городах России. Участники хоровых коллективов  приняли участие  в масштабном проекте  Валерия Гергиева «Детские хоры России», выступали на сцене  Мариинского театра. С концертными выступлениями  хоровые коллективы под руководством Рогановой И.В.  выступали  в Финляндии, Латвии,   Франции, Швеции, Польше, Германии.
Роганова И.В. была инициатором и организатором  хорового конкурса  «Гатчинская радуга», который успешно  существует на протяжении 20 лет в Гатчинской детской музыкальной школе.
Роганова И.В.  являлась председателем правления Ассоциации дирижеров детских и молодёжных хоров   Северо-Запада.
С 2014 по 2017 год  Роганова И.В.  организовала и проводила на базе Гатчинской ДМШ им. М. М. Ипполитова-Иванова Всероссийский семинар хормейстеров с международным участием «Хоровая лаборатория.  XXI век» — «Летняя школа хормейстеров», где проводились   практические  занятия с хоровыми коллективами, проходили  встречи  с ведущими  хормейстерами России и зарубежных стран (Латвии,  Финляндии, Германии).
Свой преподавательский, дирижёрский,  опыт Ирина Вячеславовна  передавала в книгах, методических разработках, статьях. Она успела оставить десятки хоровых сборников, по которым поют дети всей России. Прекрасный  музыкант и организатор  она щедро делилась своим мастерством, проводя мастер – классы, выступая на конференциях  с сообщениями  для педагогов  дополнительного   образовании   Москвы,   Белгорода,  Екатеринбурга,  Цесиса  (Латвия),  Нарвы  (Эстония),  Варшавы (Польша).
 
Светлая память нашему другу, прекрасному педагогу, музыканту и коллеге.
Коллектив МБУДО  «Гатчинская детская музыкальная школа им.М.М. Ипполитова-Иванова

Благотворительный фонд “Благо Дари”
18. Januar 2018, Pakrovskij Kirche Gatschina

Наш город потерял выдающегося гражданина – Ирину Вячеславовну Роганову, заведующую хоровым отделом гатчинской музыкальной школы. Никакие слова, никакие признания не смогут передать в полной мере ни наше сожаление, ни сострадание близким, ни благодарность за ее добрые дела… Нет таких слов сейчас, как не было и при ее жизни. Ирина Вячеславовна была очень сильным и цельным человеком. Часто кажется, что слова одобрения, признания и поддержки таким людям не нужны. И только когда человек уходит, понимаешь, как много не сказал, осознаешь, в каком долгу остался… Простите нас, Ирина Вячеславовна, что не успели.

Настоящий Учитель, она посвятила всю свою жизнь любимому делу и ученикам. Умея найти к каждому подход, словно искусный ювелир, проводила она огранку каждого голоса, собирая их воедино в чистое и сильное звучание гармонии – настоящей Гармонии, которая отзывается в каждом сердце, заставляя его и трепетать, и петь, и плакать, и радоваться.

Но без любви, доброты и милосердия нет радости от настоящего искусства. Поддерживая благотворительные проекты, лично участвуя в добрых делах, Ирина Вячеславовна подавала пример своим ученикам, воспитывала в молодом поколении милосердие и сострадание. Не потому, что это модно, престижно, а просто потому, что так нужно. Наши благотворительные концерты никогда не были громкими акциями, но позволили выжить не одному человеку на улице.

Ровная, выдержанная, подтянутая, она всегда стояла в тени, в стороне. Но все взгляды и все внимание были обращено к ней, ее рукам и жестам, мы вслушивались в ее речи, произносимые тихим, но твердым голосом. Великая Женщина, строгая, талантливая, великодушная. Учитель жив в голосах своих учеников.

Светлая память…

Hymne Gatschina – Гимн Гатчины Михаил Луконин

Dr. Wipperfürth in Ettlingen, 20.09.2017

Vortrag mit Diskussion: Am Mittwoch, 20. September 19 Uhr referiert der Publizist Dr. Christian Wipperfürth, Berlin, im Begegnungszentrum, Klostergasse 1 über das Thema:“„Die USA und Russland – aktuelle Lage und Ausblick in die Zukunft.”
Eintritt frei.

Dr. Christian Wipperfürth

von 2001 bis 2004 hat Christian Wipperfürth als Assistant Professor für Internationale Beziehungen an der Universität St. Petersburg/Russland gearbeitet. Er hat sich insbesondere mit Fragen aktueller russischer Außenpolitik und den deutsch-russischen Beziehungen beschäftigt.Seit 2005 ist er als Publizist tätig. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die aktuelle russische Außenpolitik, die deutsch/europäisch-russischen Energiebeziehungen und die russisch-chinesischen Beziehungen.Dr. Christian Wipperfürth ist seit 2014 Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Friedensarbeit auf dem Friedhof

SÜDWEST PRESSE
Anstatt in den Ferien die Beine hochzulegen, schuftete eine Gruppe von Jugendlichen in den vergangenen zwei Wochen gemeinsam auf dem Ulmer Friedhof. Sie pflegten dort Kriegsgräber aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. 27 junge Leute aus insgesamt 13 verschiedenen Nationen  waren im Rahmen des internationalen Jugendcamps des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge zu Gast in der Region Ulm.
Das Projekt steht jedes Jahr unter dem Motto „Arbeit für den Frieden – Versöhnung über den Gräbern“. Auf den Ulmer Kriegsgräbern reinigten sie die Kreuze und Grabsteine, zeichneten Namens-Inschriften nach, schnitten die Hecken und mähten den Rasen. Neben den Arbeiten auf dem Friedhof erkundeten die Jugendlichen in den vergangenen Wochen Süddeutschland. Sie machten Ausflüge nach Augsburg, Stuttgart und Tübingen.
In Ulm besuchte die Jugendgruppe die KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg und lernte die leidvolle Geschichte von Hans- und Sophie Scholl in der Denkstätte Weiße Rose kennen.  In mehreren Workshops setzten sich die Teilnehmer mit dem Thema „Menschenrechte“ auseinander, die die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben sind.
Zum Abschluss des Jugendcamps, fand nun am Mittwoch eine offizielle Gedenkfeier auf dem Ulmer Hauptfriedhof statt. Oberbürgermeister Gunter Czisch und Johannes Schmalzl als Landesvorsitzender des Volksbundes bedankten sich für das Engagement der Jugendlichen. „Die Arbeit der jungen Menschen stellt eine ganz besondere Wertschätzung dar und ist eine tolle Botschaft für Europa“, betonte Czisch. Für Schmalzl ist der Einsatz der Jugendlichen mitten in der Ferienzeit alles andere als selbstverständlich. „Es ist besonders bemerkenswert, da Deutschland mitverantwortlich für den Ersten und allein verantwortlich für den Zweiten Weltkrieg ist“, sagte Schmalzl. Durch die Arbeit des internationalen Jugendcamps werde ein Zeichen der Versöhnung gesetzt und ein Beitrag gegen das Vergessen geleistet. Denn es liege an uns, die richtigen Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen, betonte Schmalzl. „Wir wollen nie wieder Krieg in Europa!“
Der zweite Teil der Feier wurde von den Jugendlichen selbst gestaltet. Gemeinsamen sangen sie ein Stück von Alicia Keys „We are here“, das von Keyboard und Gitarre begleitet wurde. In der abschließenden Ansprache ließen die Jugendlichen die vergangenen 14 Tage Revue passieren:  Ihre Arbeit sei von Anfang an eine Arbeit „mit Hand, Herz und Kopf“ gewesen.
Die jungen Erwachsenen schufteten zuerst mit ihren Händen, um die Kreuze und Grabsteine von Moos und Schmutz zu befreien. Dadurch fingen sie an, über die Menschen, die dort begraben sind, nachzudenken. „Die Gedanken berührten unsere Herzen und die eintönige Arbeit machte plötzlich Sinn“, sagt Florin Baday aus Bukarest.
Vor der Feier seien sie noch einmal gemeinsam über den Friedhof gegangen. „Es war ein großer Unterschied“, sagt Florin stolz. Auch Uwe Reinisch, Leiter des Jugendcamps, ist immer wieder erstaunt, wie viel in den zwei Wochen geschafft wird.
Am Ende eine Schweigeminute
Besonders am Herzen liegt es Reinisch, dass sich während der Zeit im Sommercamp Vorurteile zwischen den Teilnehmern verschiedener Länder abbauen und Freundschaften entstehen. Zum Schluss der Feier forderte Reinisch zu einer Schweigeminute auf, um an Opfer von Krieg und Terror, wie jüngst in Spanien, zu gedenken.
Der Volksbund Kriegsgräberfürsorge ist für die deutschen Kriegsgräber im Ausland zuständig und arbeitet auf insgesamt 800 Kriegsgräberstätten in 500 Nationen. Seit 1953 bietet der Volksbund jährlich die Workcamps für Jugendliche an. Beim Projekt in Ulm hat auch die Bundeswehr mitgewirkt, die einen Bus und zwei Köche für die gesamte Zeit zur Verfügung stellte. Auch die Friedhofsverwaltung hat die Jugendlichen in ihrer Arbeit unterstützt.

Im Gespräch mit den Jugendlichen
Elvire Benoit aus Lothringen wollte mal etwas Besonderes machen in den Ferien. Ihre Deutschlehrerin war einst selbst Teilnehmerin des Camps und hat die 17-Jährige auf die Idee gebracht. Am besten hat Elvire das Zusammenleben mit Teilnehmern aus zwölf anderen Nationen gefallen. „Wir haben viel von der Kultur, der Sprache und den alltäglichen Bräuchen der anderen Länder kennengelernt, das fand ich sehr bereichernd“, erzählt sie.
Caroline Rak ist 19 Jahre alt und war von Minsk in Weißrussland angereist, dort studiert sie Wirtschaft. Caroline ist selbst überrascht, wie interessant sie die Arbeit auf dem Friedhof fand. „Es war spannend, während des Nachzeichnens der Namensschriften über die Geschichte der Opfer nachzudenken.“
Florin Baday (22) aus Bukarest in Rumänien ist seit seinem ersten Camp-Aufenthalt in München vor sechs Jahren jeden Sommer dabei gewesen. Auch er ist durch die Arbeit an den Kriegsgräbern den Geschichten der Opfer näher gekommen: „Für uns Europäer ist es schwer vorstellbar, dass man mit 16 oder 20 Jahren im Krieg sterben musste und muss, denn wir haben das Glück, im Frieden aufzuwachsen“. Dass man im Sommercamp Jugendliche aus ganz Europa treffen kann und dabei noch seine Sprachkenntnisse aufbessert, gefällt ihm besonders. „Am Anfang ist es immer schwierig, man kennt niemanden. Aber in den zwei Wochen sind wir zu einer Gruppe zusammengewachsen und Freunde geworden“, erzählt Florin. Nächstes Jahr wird er bestimmt wieder dabei sein.
Miriam Baitinger | 25.08.2017

Augsburger Allgemeine
Die beiden Teilnehmerinnen des Sommercamps der Deutschen Kriegsgräberfürsorge zeichnen die Inschriften auf Kriegsgräbern nach. Zwei Wochen lang arbeiten sie immer mal wieder auf dem Ulmer Hauptfriedhof.
Mehrere Jugendliche liegen auf dem Boden. Manche hören Musik, andere schwingen den Pinsel. Doch sie befinden sich weder im Park, noch malen sie etwas auf Papier. Die Pinsel in ihren Händen streichen über die verwitterten Grabsteine auf dem Ulmer Hauptfriedhof, die vor ihnen aus dem Boden ragen. Die 27 jungen Menschen aus zwölf verschiedenen Ländern nehmen an einem Projekt des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge teil: Sie pflegen für zwei Wochen Kriegsgräber als Zeichen für den Frieden.
Statt am Strand zu liegen oder die lern- und schulfreie Zeit zu genießen, nehmen sich die Schüler und Studenten Zeit, um Grabinschriften nachzuzeichnen, Steinkreuze zu reinigen oder die Grünanlagen zu pflegen. Über 30 Sommercamps werden von der Deutschen Kriegsgräberfürsorge organisiert. In Russland, Weißrussland, Rumänien, Frankreich oder sogar Kamerun finden sie statt – aber die meisten organisiert der Verein hierzulande.

Ulm ist eines von 13 Camps in ganz Deutschland. Betreut werden die Jugendlichen von Uwe Reinisch. Er ist ehrenamtlicher Helfer bei der Kriegsgräberfürsorge. Seit 2004 beaufsichtigte der Aalener mehrere Sommercamps der Kriegsgräberfürsorge. „Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns mit der Vergangenheit auseinandersetzen“, sagt Reinisch. Die Arbeit an den Gräbern sei nicht allein dafür da, dass die Ruhestätten wieder gereinigt und verschönert werden. Vielmehr stößt die Beschäftigung Denkprozesse bei den jungen Menschen an, ist der Betreuer überzeugt. „Oftmals stellen sie fest: Oh, da war jemand so alt wie ich und der musste schon sterben. Das bringt die Jugendlichen dann zum nachdenken“, sagt Reinisch.
Zusätzlich zu der Arbeit an den Kriegsgräbern sei auch die politische und historische Bildung ein wichtiger Teil des Sommercamps. Oder wie Uwe Reinisch es ausdrückt: „Ich sage immer: Wir arbeiten mit Herz, Hand und Kopf.“ Auf dem Programm steht unter anderem ein Ausflug zur Fuggerei in Augsburg, ein Besuch der Gedenkstätte am Oberen Kuhberg, aber auch sogenannte Nationenabende. An diesen Abenden stellen alle Teilnehmer ihre Heimat vor, es gibt länderspezifisches Essen und traditionelle Tänze werden aufgeführt. Das Ziel: Stereotypen und Vorurteile abzubauen.
Ganz nebenbei entwickeln sich unter den Jugendlichen Freundschaften, die sich über die Landesgrenzen hinweg entwickeln. Der Student Florin Badau aus Bukarest hat schon einige neue Freunde über das Kriegsgräber-Projekt gefunden. Seit sechs Jahren nimmt er regelmäßig teil – in manchen Jahren besuchte er sogar mehrere Sommercamps; auch in diesem Jahr. Bevor er nach Ulm kam, war er bereits zwei Wochen im hessischen Zwingenberg. Er schätzt an den Camps, dass dort viele Leute unterschiedlicher Nationalitäten aufeinandertreffen. „Am ersten Tag kommt man an und kennt gar niemanden“, sagt der 22-Jährige. „Und am letzten Tag verabschiedet man sich unter Tränen.“ Das Sommercamp in Ulm beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema Menschenrechte. „Wir setzen uns mit interessanten Dingen auseinander“, sagt Elvire Benoit. Die 17-Jährige ist aus Lothringen angereist. Sie ist überzeugt: „Es ist nicht wie Urlaub, es ist besser.“ Für den Student Badau hat das Camp einen anderen positiven Aspekt: „Ich habe hier sehr viel gelernt und nebenbei meine Fremdsprachenkenntnisse aufgebessert“, sagt der Rumäne auf Deutsch.
Für Reinisch ist es wichtig, dass sich die jungen Menschen selbst ihre Meinung zu den angesprochenen Themen machen. „Es steht kein politisches Engagement dahinter“, sagt er. „Ich denke, den Jugendlichen wird durch die Arbeit an den Gräbern bewusst: Das waren alles Menschen, die hier gestorben sind – egal, auf welcher Seite sie nun standen.“
Von Dorina Pascher
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Речь уренгойского школьника заставила задуматься всю страну