Schwimm-WM 2019 in Südkorea, Gold für Swetlana aus Gatschina


Am Sonntag, 14.07. gewann Swetlana Kolesnitschenko [Светлана Константиновна Колесниченко] aus Gatschina die zweite Goldmedaille bei den Schwimm Weltmeisterschaften im Synchronschwimmen mit ihrer Partnerin Swetlana Romaschina. Bereits einen Tag zuvor holte Swetlana Kolesnitschenko Gold im Solo Synchronschwimmen. Seit ihrem ersten Erfolg 2011 bei der Weltmeisterschaft in Shanghai ist es ihre 15. Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft, 2016 siegte sie bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Gruppen Synchronschwimmen.

Svetlana wurde am 20. September 1993 in Gatschina geboren, besuchte die Schule Nr. 8 und wurde in der Sportschule „KIWI“ von Irina Belousova gefördert.

Irina und Vladimir Belousov gründeten die Sportschule „KIWI“ im Jahre 1993 in Gatschina. Die Schule ist inzwischen ein Leistungszentrum im Leningrader Gebiet im Synchron- und Sportschwimmen. Darüber hinaus erhalten Kinder im Zeitraum von 3 Monaten eine Grundausbildung im Schwimmen.

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Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext

Nadine Rahner, eben erst von einem längeren Aufenthalt aus Moskau zurückgekehrt, befasst sich in ihrer Doktorarbeit mit den 3 russischen Literaturnobelpreisträgern Pasternak, Scholochow und Solschenizyn und deren Funktion als Kulturvermittler. Sie wird darüber in der Scheune berichten und das internationale Graduierten Kolleg der Universität Freiburg vorstellen.

Mit Pasternak, Scholochow und Solschenizyn wurde drei russischen Schriftstellern der Literaturnobelpreis verliehen, die differenter nicht sein könnten: Pasternak ist der Intelligenzija zuzurechnen, Scholochow gilt als einer ‘der Schriftsteller’ der Sowjetunion und Solschenizyn ist einer der viel rezipierten Dissidenten im Westen. Spätestens mit der Verleihung des Literaturnobelpreises gerieten die Autoren in die globale Wahrnehmung, übernahmen die Funktion als russische Kulturvermittler, dienten als Objekte der Instrumentalisierung im Kalten Krieg und ihre Werke erlangten internationalen Bekanntheitsgrad. Der Transfervorgang einschließlich der Übersetzung, die deutsche Publikationsgeschichte ihrer Werke und die Rezeption der Autoren und ihrer Werke in Deutschland wurden jedoch noch nicht oder nur teilweise aufgearbeitet.

Deshalb macht es sich diese Arbeit zur Aufgabe, zu untersuchen, inwieweit die Autoren mit ihrem Status als Literaturnobelpreisträger die Funktion von Kulturvermittlern einnehmen, welche Vermittlerfiguren und Institutionen hinter dem Transfer ihrer Werke nach Deutschland standen, ob und wie diese vermittelnden Personen und Institutionen die Rezeption lenkten und welche Faktoren zur Rezeption der Werke und ihrer Person im jeweiligen Land führten und diese beeinflussten.
Als theoretische Grundlage für diese Ausführungen dient vor allem die Kulturtransfertheorie. Um die für den Transfer relevanten Vermittlerfiguren und -institutionen herauszustellen, wird mit netzwerktheoretischen Ansätzen gearbeitet. Auf Textebene werden Motive herausgearbeitet, die bei der Untersuchung der Rezeption als Indikatoren dafür dienen sollen, inwieweit sich die rezipierten Motive aufgrund gesellschaftlicher, politischer und historischer Wandlungen veränderten.

Mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Universität Freiburg und der Russischen Staatlichen Humanwissenschaftlichen Universität (RGGU) Moskau gemeinsam finanzierten Internationalen Graduiertenkolleg  „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identi­tät‘ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“ wurde 2014 zum ersten Mal ein ge­meinsames deutsch-russisches Graduiertenkolleg im Bereich der Geisteswissenschaften eingerichtet.

Vortrag mit Diskussion, Referentin: Nadine Rahner, Doktorandin, Universität Freiburg
Scheune, Pforzheimerstraße 31b, Dienstag, 9. April, 19 Uhr

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Mitgliederversammlung und Bürgerreisen 2019

DRG Vorstand, v. r. n. l.: Gabriele Umbach-Kuhnke, Dr. Reinhard Zinburg, Gerhard Laier, Irina Schneider, Roswitha Krahn, Doris Feigenbutz, Gerhard Feigenbutz.

 

Die diesjährige Jahreshauptversammlung fand Anfang Februar im Begegnungszentrum in Ettlingen mit überdurchschnittlicher Beteiligung statt.
Der Vorsitzende Gerhard Laier erinnerte daran, dass die 70 Gründungsmitglieder am 26.Januar 1989 die damals so genannte „Deutsch-Sowjetische Gesellschaft Ettlingen“ aus der Taufe gehoben hätten und nach dem Zerfall der Sowjetunion der Name in: „Deutsch-Russische Gesellschaft Ettlingen“ geändert worden sei, eine weltanschaulich und vor allem auch politisch absolut neutrale und unabhängige Vereinigung. Am 12.Juni 1992 ist dann in Gatschina bei St. Petersburg und am 3.Oktober desselben Jahres in Ettlingen vom damaligen OB Josef Offele und seinem Kollegen Stanislav Bogdanov in Russland der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet worden. 2019 ist also ein Jubiläumsjahr für die DRG. Die Mitgliederversammlung diskutierte die von Prof. Dr. Umbach vorgeschlagenen Satzungsänderungen, die einstimmig mit einer Enthaltung gebilligt wurden. Neu eingeführt wurde das Amt des Beirates und erfreulicherweise konnte Minister a.D. Dr. Erwin Vetter sogleich dafür gewonnen werden. Interessant und spannend waren natürlich die Wahlen, die ebenfalls überraschend einstimmig mit jeweils der Enthaltung der Kandierenden erfolgten, und nachdem der Vorstand einstimmig entlastet und die Kassenprüfung positiv ohne Einschränkung akzeptiert worden war, folgendes Ergebnis hatten: Gerhard Laier, 1.Vorsitzender; Gabriele Umbach-Kuhnke, 2. Vorsitzende; Dr. Reinhard Zinburg, Schatzmeister; Roswitha Krahn, Schriftführerin; Doris Feigenbutz, Irina Schneider und Gerhard Feigenbutz, Beisitzerin/Beisitzer. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Winfried Ecker und weitere Amtsträger wie Renate Froehlich, Iris Heipek-Beetz und Dr. Rüdiger Dierkesmann (1989 damals als erster Vorsitzender gewählt) scheiden aus ihren Ämtern aus, ihnen allen dankte G. Laier herzlich und würdigte ihre Mitarbeit.

2019 sind zwei Bürgerreisen nach Russland geplant: Vom 25.Mai bis 2.Juni nach St. Petersburg und in die Partnerstadt Gatschina, sowie eine ganz besondere Reise vom 20.-28.Juli von Moskau aus über den „Goldenen Ring“ zu den alten historischen Städten Sergijew Possad, Suzdal, Wladimir, Rostow Welikij und Jaroslawl. Interessenten – auch für Mitarbeit im Verein – mögen sich bei der DRG unter 07243 53 65 88 oder E-Mail info@drg-ettlingen.de bitte melden.

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Programm Demokratie Leben, Präsentation der Ergebnisse

Elf Schülerinnen aus Gatschina wa­ren eine Woche mit ihrer Deutsch-Leh­rerin des Uschinskij Gymnasiums im November zu Gegenbesuch in Ettlingen und Umgebung. Die Schüler arbeite­ten länderübergreifend im Projekt­team „Zwangsarbeiter in Ettlingen“ zusammen. Mit Erfolg. Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Le­ben“ stellte zuvor Gerhard Laier von der Deutsch-Russischen-Gesellschaft (DRG) einen erfolgreichen Förderan­trag für das Bundesprogramm „Demo­kratie Leben!“. „In unserer Stadt gab es zwischen 1939 und 1945 rund 3 000 Menschen, die zur Zwangsarbeit in 250 Ettlinger Betrieben gezwungen wur­den“, so DRG-Vorsitzender Laier. Im November nun präsentierte man in der evangelischen Paulusgemeinde die Er­gebnisse -erstellte Flyer und Informationstafeln zum Thema Zwangsarbei­ter in Ettlingen im Dritten Reich – mit allen am Schüleraustausch beteiligten Schüler aus Ettlingen, Karlsbad und Gatschina. Schülerinnen aus Gatschi­na trugen Erinnerungen einer ehemali­gen Zwangsarbeiterin in Ettlingen vor. Andreas Schulz, Fachreferent der Lan­deszentrale für politische Bildung Ba­den-Württemberg, erklärte: „Wir ha­ben vielleicht gerade heute Sichtbar­keit, die eine offizielle Anerkennung und Aufarbeitung in Ettlingen so lange Zeit verhindert hatte, nötig. Neben der kollektiven Erinnerung existierte lan­ge Zeit das Phänomen der kollektiven Verdrängung.“           

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Förderprojekt der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft

minderjährige Gefangene aus dem Rayon Gatschina zum Gespräch in Ettlingen


Vom Besuch in Deutschland angetan

Zeitzeugen aus Ettlingens Partnerstadt Gatschina erzählen von ihrer Kindheit im Krieg

Erinnerungen an eine schlimme Zeit

Ettlingen und Gatschina – diese Ver­bindung ist nicht nur durch die seit 1992 bestehende Städtepartnerschaft eine besondere. Regelmäßig bemüht sich die Deutsch-Russische Gesellschaft (DRG) in Ettlingen um einen Austausch sowie dauerhafte Verbindungen zwischen Deutschen und Russen. Im Rahmen ei­nes von der Stiftung Erinnerung, Ver­antwortung und Zukunft geförderten Begegnungsprojekts waren dieser Tage drei Zeitzeugen und zwei Betreuerinnen aus Gatschina in der Stadt zu Gast. Auch die Ettlinger BNN-Redaktion ha­ben sie wenige Tage vor dem Volkstrau­ertag, der an die Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft erinnert, gemeinsam mit dem DRG-Vorsitzenden Gerhard Laier besucht und von ihren 
Erinnerungen an die deutsche Besat­zung im Zweiten Weltkrieg berichtet.

„Wir saßen gerade mit unserem Groß­vater im Keller, als wir hörten, wie die Faschisten auf Motorrädern kamen“, erzählt Kliment Levartovich (80) von derAnkunft der Wehrmachtsoldaten 1941. Wie die anderen Zeitzeugen war er damals noch ein Kleinkind und doch sind diese Erinnerungen an diese schlimme Zeit präsent.

Immer wieder hat er Tränen in den Augen. Auch zu Galina Sergeeva (80) kamen Soldaten in ihr Dorf Luga in der Oblast Leningrad. „Mein Vater war sowjeti­scher Offizier und als die Deutschen davon erfuhren, haben sie meine Mutter und uns Kinder zu einer Untersuchung abgeholt“, sagt sie. „Sie hat das vehement abgestritten und wir haben alle furchtbar geweint.“ Zunächst hatten sie Glück: Ein deut­scher Soldat hatte Mitleid mit den Kin­dern und ließ die Familie frei.Doch spä­ter wurden sie wieder von Soldaten auf­gegriffen – ein Schicksal, das alle drei Zeitzeugen aus Gatschina ereilte. In Güterzügen sollten sie zurZwangsarbeit nach Deutschland gebracht werden, doch die mehrmals von Partisanenangegriffenen Transporte kamen jeweils nur bis nach Litauen. Eine Zeit voller Hunger und ständiger Angst, ehe sie die Rote im Jahr 1944 befreite. „Wir waren so dankbar, dass wir überlebt ha­ben“, sagt Sergeeva. Und doch war es nach Kriegsen­de schwierig für die Überlebenden. „Die Häuser waren ja zerstört, man musste ganz von vorne anfangen“, erzählt Viktor Zozulia (81).

Nach dem Krieg habe man natürlich ein schlechtes Gefühl gegenüber Deut­schen gehabt. „Ich kann aber nicht sa­gen, dass wir alle Deutschen gehasst ha­ben. Esgab auf beiden Seiten Menschen, die den Krieg nicht wollten“, so Sergeeva. Überdie Jahre habe sich ihre Ein­stellung den Deutschen gegenüber geändert. Das wird auch im Gespräch mit den Zeitzeugen deutlich, die bei ihren Erzählungen nie pauschal von „den Deutschen“ sprechen, sondern stark dif­ferenzieren. Von Groll ist nichts zu spü­ren. Von ihrem ersten Besuch in Deutschland sind sie angetan.„Es ist hochentwickelt hier und total sauber“, findet Zozulia. „Auch die Natur ist sehr schön, die gilt es zu bewahren“, ergänzt Levartovich. Bei der Begegnung mit Menschen möchten die russischen Gäste an die tragische Zeit erinnern. Freundschaft, Respekt und Frieden sind Werte, die sie vor allem jungen Leuten vermit­teln wollen. „Die Menschen müssen ler­nen, auch andere Kulturen und Religio­nen wie den Islam zu respektieren“, appeliert Zozulia.

Aktuell werde der Frieden durch Leute wie Trump gefährdet. „Wir alle müssen dafür sorgen, dass sich so ein schreckli­cher Krieg nie mehr wiederholt”, sind sich die Russen einig.

BNN vom 15. 11.2018, Philipp Kungl

Projekt östliche Partnerschaften

Besuch aus Gatschina
Arbeitsprogramm und Empfang im Ettlinger Schloss
Ettlingen (pm). Eine Delegation aus der russischen Partnerstadt Gatschina und dem Leningrader Oblast (vergleich­bar den Ländern des Bundes) war kürz­lich zu einem Arbeitsbesuch im Land­kreis Karlsruhe unterwegs. Im Mittel­punkt standen Einrichtungen im Stadt-und Landkreis Karlsruhe, die sich um die Unterstützung und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen küm­mern. „Wir sind aktuell gefordert, uns neu zu orientieren“, sagte die Landrätin des Kreises Gatschina, Elena Ljubusch-kina, die die Delegation gemeinsam mit der Vorsitzenden für den Bereich Sozia­les im Leningrader Gebiet Ludmila Neschtschadim leitete. Sie bezog sich dabei auf die Situation von „Menschen, die Unterstützung brauchen“; um die­sen auf unterschiedliche Weise Behin­derten zu helfen, wolle man Erfahrungen sammeln. Was die Freundschaft zu Ettlingen angehe, so sei diese wertvoll, man werde alles dafür tun, um sie zu pflegen, so Ljubuschkina. OB Johannes Arnold empfing die Gruppe im Schloss. „Städtepartnerschaften tragen dazu bei, den Frieden in Europa zu erhalten, über den Tellerrand zu blicken und voneinan­der zu lernen“, sagte er. Anlässlich des 25 -jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums 2017 habe man beim Besuch in Gatschina viel gelernt, was dem gegen­seitigen Verständnis diene, und wichtige Einrichtungen kennengelernt.
Maßgeblich unterstützt wurde der Aufenthalt der Russen jetzt durch den Vorsitzenden der Deutsch-Russischen Gesellschaft Ettlingen, Gerhard Laier, der eine Förderung durch ein Programm des Bundesaußenministeriums errei­chen konnte.

Weitgereist war die Delegation um Elena Ljubuschkina, die Landrätin des Kreises Gatschina, der südlich von Sankt Petersburg liegt. Die gleichnamige Stadt Gatschina verbindet eine lange Partnerschaft mit der Stadt Ettlingen und der Deutsch-Russischen Gesellschaft Ettlingen e.V.. Durch die engen Verbindungen weilt die Delegation diese Woche in der Region, um sich im Rahmen eines Programms des Auswärtigen Amtes über die Situation von behinderten Menschen zu informieren und zu erfahren, welche Unterstützung diese von staatlicher und privater Seite bekommen.

Als zuständige Behörde für die Eingliederungshilfe für Behinderte und Träger  von sechs Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) hat der Landkreis Karlsruhe ein umfassendes Aufgabengebiet in der Behindertenhilfe und so war der Austausch mit Landrat Dr. Christoph Schnaudigel am vergangenen Dienstag ein wichtiger Programmpunkt. Nach einem allgemeinen Überblick über den Landkreis Karlsruhe stellte der Landrat der siebenköpfigen Fachdelegation die aktuellen Entwicklungen dar. „Die Zahl der behinderten Menschen steigt kontinuierlich an und damit auch die finanzielle Unterstützung in Form der Eingliederungshilfe. Neben den Personalausgaben sind die Kosten der Eingliederungshilfe bei einem Haushaltsvolumen von knapp 500 Mio. Euro der zweitgrößte Ausgabeposten mit annähernd 60 Mio. Euro. Bei der Unterstützung handeln wir nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“, um den Inklusionsgedanken bestmöglich umzusetzen. Beispielsweise gibt es neben stationären Wohnheimen ambulante Wohngruppen, in denen behinderte Menschen betreut von Fachkräften leben und ihren Alltag, also einkaufen, kochen etc., organisieren. Uns ist auch die Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wichtig, denn die Teilhabe am Arbeitsleben und der eigene Verdienst stärken die Selbstbestimmung und das Selbstbewusstsein“, berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Um Inklusion von Anfang an umzusetzen, hat der Landkreis Karlsruhe einige Außenstellen der SBBZ eingerichtet, um behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam zu beschulen, führte der Landrat weiter aus.

Elena Ljubuschkina bedankte sich im Namen der Delegation, die durch das Gespräch einen umfassenden Überblick über die Struktur und Aufgaben des Landkreises Karlsruhe gewonnen hat und die viele Anregungen mitnehmen wird, um Verbesserungen von behinderten Menschen in Gatschina anzugehen. Auf dem weiteren Programm stand u.a. noch ein Besuch der landkreiseigenen Ludwig Guttmann Schule in Karlsbad-Langensteinbach, ein SBBZ mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.

Pressemitteilung Landratsamt Karlsruhe vom 15.10.2018

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Gastspiel des „Trio Libero“ am 7. Oktober im Rittersaal, Schloss Ettlingen

Ein außergewöhnliches Musikereignis verspricht das Gastspiel des hochkarätigen Musiktrios „Libero“ am Sonntag, 7. Oktober um 19:00 Uhr im Rittersaal, Schloss Ettlingen.
Die Flötistin Olga Reiser und der Pianist Dias Karimov haben das “Duo Libero” im Jahr 2016 in Wiesbaden gegründet. Beide Musiker stammen aus Russland und sind in ihrer Heimat sowie in Deutschland ausgebildet. Als Solisten und in Kammerensembles haben Olga und Dias an verschiedenen internationalen Wettbewerben und Festivals Publikum und Kritiker begeistert. Beide verbinden Klassik und Jazz zu ihrer eigenen musikalischen Sprache.

In ihren Konzerten spielen sie Werke von Satie, Poulenc, Bolling und Petrucciani. Um ihre Programme zu bereichern, erweiterten Reiser und Karimov gelegentlich ihre Besetzung und luden andere Künstler ein mitzuspielen.
Dadurch entstand das „Trio Libero” mit dem Kontrabassist Pavel Klimashevsky, Jazzkomponist, Arrangeur und musikalischer Kopf des Absinto Orkestra, der auch in Wiesbaden lebt und an der Hochschule für Musik Mainz als Dozent tätig ist.
„Jede Nuance wird dabei zu einem Erlebnis, weil die Musiker bei ihrem feinen Zusammenspiel so hervorragend aufeinander reagieren. Schon nach kurzer Zeit sind die Begriffe “Jazz” und “Klassik” vergessen, und es geht nur noch um Melodien, Emotionen und Geschichten“.
Konzertkarten kosten 15 Euro und sind im Vorverkauf über die Stadtinformation Ettlingen oder an der Abendkasse (18 €) erhältlich.
Stadtinformation in Ettlingen, Schloßpl. 3, 76275 Ettlingen
Öffnungszeiten:
Öffnet um 09:30 – 16:00 Mo-Fr, Sa bis 12:30
Telefon: 07243 101333

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Freundschaftsfahrt 2017 nach Russland, Vortrag und Diskussion

Bericht über eine Freundschaftsfahrt
Vier Teilnehmer aus NRW und Bayern berichteten am Freitag 29.6. in der „Scheune“ von ihrer 3-wöchigen Reise der Begegnungen im Sommer 2017 über tausende von Kilometern auf 7 Routen durch 45 russische Städte von Berlin nach Moskau. Initiiert von Dr. Rainer Rothfuß, einem Geograph aus Süddeutschland, der an der Universität Tübingen mehrere Jahre als Juniorprofessor gelehrt hat, fanden sich über das Internet ca. 350 Teilnehmer aus mehreren Ländern vom Studenten bis zum 80-jährigen Senior und auch ganze Familien verschiedener Herkunft und politischer Ausrichtung zusammen, die das Interesse an der Begegnung mit Land und Leuten in Russland einte. Empfänge bei Bürgermeistern und verschiedenen Organisationen wurden vorher angebahnt. Täglich gab ein Organisationskomitee jeweils Zielort und Treffpunkt bekannt. Mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln (PKW, Motorrad, Bahn und Bussen) bewegten sich die Teilnehmer unter zu Hilfenahme von Landkarten und Navigationssystem durch 6 Länder und fanden sich am nächsten Zielort ein. Durch die Innenstädte mit Ampeln wurde der große Konvoi teilweise durch die Polizei oder auch von russischen Motorradclubs eskortiert. Überall wurden sie herzlich und mit großem Interesse aufgenommen. Fototermin und Presseberichte waren den russischen Gastgebern sehr wichtig. Eine große Hilfe waren Teilnehmer, die des Kyrillischen und der russischen Sprache etwas mächtig waren, ansonsten musste auch eine Menge improvisiert werden. Die Kosten für Fahrt, Unterkünfte und Eintritte wurden selbst getragen. Die Teilnehmer berichteten, dass sie mit einer Fülle von Eindrücken über Land und Leute zurückgekehrt seien. Durch die Informationen vor Ort hätten sie teilweise ihr Geschichtswissen korrigieren müssen. Die herzliche Gastfreundschaft hinterließ tiefe Eindrücke. Die Bedeutung solcher Freundschafts- oder Friedensfahrtenfahrten liegt insbesondere im Abbau von Vorbehalten, die leider immer noch durch unsere Politik und Presse aufrechterhalten werden. Die nächste Fahrt hat bereits stattgefunden vom 5.-11. Juni 2018 – diesmal mit dem Zug durch 25 Städte. Mehr über Facebook und YouTube unter „Druschba-Freundschaftsfahrt“. „Druschba Global“ ist ein eingetragener Verein und dient der Völkerfreundschaft.

Freitag, 29. Juni 2018, 20 Uhr
Scheune, Pforzheimer Str. 31b, 76275 Ettlingen
mit Helen Belmore, Ulrich Burger-Engwald, Monika
Engwald, Nils Opel zum Thema Druschba 2017
Bericht über die Freundschaftsfahrt nach Russland

Konflikt um die Ukraine, Wirtschaftssanktionen, Nato-Manöver an der russischen Grenze: Seit Jahren beobachten wir in der westlichen Welt, wie systematisch und
medial gesteuert ein Feindbild aufgebaut wird: Russland! Die massive militärische Aufrüstung der Nato direkt an der russischen Grenze erreicht immer neue Eskalationsstufen.
Was können wir tun?
Kriegspropaganda verliert dann ihre Wirkung, wenn wir uns selber einen Eindruck vom Land und den Menschen verschaffen. Wer sind „die Russen”? Wie leben sie? Wie denken sie über ihr Land, wie denken sie über uns in Deutschland? Gegenseitiges Kennenlernen und Freundschaft bilden die Grundlage für Frieden.
Diesem Ziel diente die Druschba-Freundschaftsfahrt 2017, die 350 Menschen in sieben Routen durch 45 russische Städte und Regionen führte. Die Teilnehmer konnten sich ein eigenes Bild fernab der medialen Berichterstattung machen.
Wir möchten Ihnen einen Einblick in diese Erfahrungen geben. Vier Teilnehmer werden aus unterschiedlichen Regionen Russlands berichten und ihre eindrucksvollen Erlebnisse mit Ihnen teilen.
In der anschließenden Diskussion möchten wir gemeinsam weitere Möglichkeiten eines friedenserhaltenden Engagements erörtern.

„Freundschaftsfahrt 2017“