Besuch von 3 Geistlichen aus Gatschina

Im Rahmen des Programms des Deutschen Außenministeriums zum Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland stellte die Deutsch-Russische Gesellschaft auch 2019 erfolgreich einen Antrag.

In Gatschina bekennt sich die Mehrheit der Bevölkerung zum orthodoxen Glauben, daneben gibt es eine kleine, aber sehr engagierte katholische und lutherische Gemeinde. Bemerkenswert ist die gelebte ökumenische Zusammenarbeit dieser drei Konfessionen.

Unter dem Projekttitel „Kirche und Gesellschaft in Gatschina und Ettlingen“ hat die DRG die Pfarrer der katholischen, lutherischen und orthodoxen Kirchengemeinde sowie 4 engagierte Christen vom 27.10. bis 2.11. nach Ettlingen eingeladen.

Im gemeinsam ausgearbeiteten Programm sind Besuche der Einrichtungen von Caritas und Diakonie vorgesehen, ebenso der Besuch eines Kindergartens. Frau Le Maire wird uns von der St. Martins Kirche über die Herz Jesu Kirche zum Friedhof führen und die Friedhofs- und Bestattungskultur erläutern.

In der Pauluskirche findet am 31.10. ein Abschlusssymposium statt, an dem sich Dekan Dr. Reppenhagen und die Pfarrer Heringklee, Dr. Maaßen und Dr. Weidhas beteiligen.

Höhepunkt des Besuchs ist eine gemeinsame Andacht in der Pauluskirche am Donnerstag, 31.10. um 15:30 zu der die Bevölkerung herzlich eingeladen ist.

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Musikschule Ettlingen, Konzertreise nach Gatschina

September

FR 27 – Mo 30
Konzertreise nach Gatschina
Wir besuchen die Musikschule unserer Partnerstadt in Russland

16.00 Концерт-встреча учащихся и студентов музыкальных школ города Гатчины и его немецкого побратима – города Эттлингена.

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ГАТЧИНСКАЯ СЛУЖБА НОВОСТЕЙ

В музыкальной школе имени Ипполитова-Иванова 28 сентября радушно и музыкально встретили учеников и руководителей музыкальной школы немецкого города-побратима Гатчины Эттлингена. На праздничном концерте учащиеся музыкальных школ исполнили произведения Баха, Штрауса, Глинки, Чайковского и многих других композиторов.

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Wahlen in Gatschina am 8. September

Wie in Ettlingen finden in der Stadt und im Kreis Gatschina alle 5 Jahre Kommunalwahlen statt. Die Stadt Gatschina mit  93.000 Einwohnern wird in 11 Wahlkreise eingeteilt, aus jedem Wahlkreis werden drei Kandidatinnen oder Kandidaten mit den meisten Stimmen in den Rat gewählt. Somit besteht der Stadtrat aus 33 Abgeordneten.

Insgesamt reichten 106 Bürgerinnen und Bürger die erforderlichen Wahlunterlagen ein, die meisten gehören der Partei Einiges Russland an. Vertreten waren auch die Kommunistische Partei, Gerechtes Russland, Liberal-Demokratische Partei (LDPR) und unabhängige Bürger.

Erwartungsgemäß stellen Einiges Russland mit 27 Abgeordneten wieder die Mehrheit, 2 Abgeordnete gehören der kommunistischen Partei an, eine Abgeordnete der LDPR, eine Abgeordnete der Partei Gerechtes Russland, außerdem gelang zwei unabhängigen Kandidaten der Sprung in den Stadtrat.

Von den 33 Deputierten sind 14 neu, nur 19 wurden wiedergewählt. 13 Frauen und 20 Männer gehören dem neuen Stadtrat an. In der konstituierenden Sitzung wurde Witalij Filonenko (Филоненко Виталий Андреевич) zum Oberhaupt der Stadt Gatschina (Bürgermeister mit lediglich repräsentativen Aufgaben) wiedergewählt.

Am 20. September trat der Kreisrat Gatschina zu seiner ersten Sitzung zusammen. Jede Gemeinde des Kreises, darunter auch Gatschina, entsendet 2 Vertreter aus dem Stadt- Gemeinde- oder Ortschaftsrat. Zum neuen Oberhaupt des Kreises wurde Witalij Filonenko als Nachfolger von Andrej Iljin gewählt. Leiterin der Administration des Kreises Gatschina ist weiterhin Elena Ljubuschkina.


Witalij Filonenko

Die gewählten Stadträte:

 Глыбина Елена Николаевна Ильин Андрей ИвановичШохина Екатерина Вячеславовна
Белокоскова Юлия АлександровнаКалинина Лариса ПавловнаПоздняк Максим Михайловна
Григорьева Марина АндреевнаМакаревич Юрий НиколаевичОстроверхов Петр Сергеевич
Резвый Александр ПавловичСвердлин Александр СеменовичФилоненко Виталий Андреевич
Балуева Ольга ВалерьевнаПавлов Сергей ЮрьевичТептин Георгий Евгеньевич
Гаврилова Наталья НиколаевнаКорольков Александр ВикторовичТептин Степан Евгеньевич
Назаров Юрий ИвановичОрлов Игорь ГеоргиевичСалтыкова Лариса Васильевна
 
Крылов Андрей ВладимировичЛозовский Игорь ФедоровичСуралёва Елена Ивановна
 
Волкова Любовь БорисовнаПаламарчук Галина АнатольевнаПетров Алексей Николаевич
 
 Бойко Станислав ВикторовичТерентьева Светлана ТимофеевнаФедоров Александр Алексеевич
 
Иванов Николай ВладимировичМалашкова Светлана СергеевнаТюрин Аркадий Геннадиевич
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Orchester aus Gatschina beim Marktfest in Ettlingen

Zwei glänzende Auftritte des volkstümlichen Orchesters aus unserer Partnerstadt Gatschina beim Marktfest in Ettlingen am 24. und 25. August.

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По Европе с оркестром: из творческого круиза вернулись гатчинские музыканты

Когда в сентябре прошлого года представители немецкого-русско общества пригласили муниципальный оркестр русских народных инструментов г.Гатчины с концертной программой на праздник Маркт Фест в город — побратим Эттлинген, одна только мысль об этом казалась утопией.

Сегодня оркестр уже вернулся домой. Путешествие получилось насыщенное творческой и культурной программой. По дороге в Эттлинген и обратно музыканты останавливались на ночлег и знакомились с удивительным г.Лодзь (Польша), величественной Ригой. По окончании концертных программ, которые с благодарностью и овациями принимали участники праздника, оркестранты познакомились со Страсбургом и Баден-Баденом.

Организаторы Маркт Феста благодарили оркестрантов за выступление, отмечая широту репертуара и профессионализм исполнения. Вся площадь подпевала в такт музыкальным произведениям. Особые овации вызывали солисты Юлия Черняновская, Владимир Майер, Елена Бобылева. Оркестранты и руководители – Заслуженный работник культуры РФ Людмила Патрикееева и дирижер Анастасия Прокопьева вернулись из поездки полные новых творческих идей и планов.

4 Jugendliche aus Gatschina beim internationalen Workcamp des Volksbunds deutscher Kriegsgräberfürsorge

26 Jugendliche aus 11 Nationen, darunter Jana und Luidmilla aus Gatschina, haben beim Internationalen Workcamp des Volksbundes Baden-Württemberg in Karlsruhe Kriegsgräber gepflegt, Vorurteile abgelegt und Freundschaften geschlossen. Bei der Abschlussveranstaltung wurden die Eindrücke der letzten beiden Wochen wiedergegeben und wirkungsvoll vorgetragen. Der Landesvorsitzende Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa, dankte den Teilnehmern und Teamern für ihren Einsatz. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen rief er zu einem friedlichen und geeinten Europa auf, welches die Kriege des 20. Jahrhunderts nicht vergessen darf.

Ammersee Kurier Spezial v. 12.08.2019
Gemeinsam für den Frieden

Polina und Aleksandra aus Gatschina beim Workcamp des Volksbundes in Dießen, Ammersee

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Drei Praktikanten aus Ettlingens russischer Partnerstadt Gatschina wirken im Specht-Kinderstadt-Team mit

Am Anfang hatte ich Angst, nichts zu verstehen“

Ettlingen. Keinen einzigen Schritt kann Valeria (17) gehen, ohne, dass mindestens zwei Kinder lachend um sie herumspringen – auch Adrian (16) wird auf dem Schulhof von einer Umarmung überrascht. Die dritte im Bunde ist Karina (17). Die drei Jugendlichen aus der russischen Partnerstadt Gatschina ab-solvieren ein Praktikum als Betreuer in der „Specht-Kinderstadt“. Zwar ist Adrian zum ersten Mal in Ettlingen, kann aber bereits ein beachtliches Netzwerk vorweisen. Herr Laier, der nicht nur die Deutsch-Russische-Gesellschaft Ettlingen vertritt, sondern bei dem auch Adrian untergekommen ist, lacht: „Ab dem dritten Tag habe ich den Jungen kaum noch gesehen. Andauernd ist er mit Freunden unterwegs!“ Valeria hingegen war letztes Jahr schon einmal da und hat sich einige Freundschaften aufrechterhalten. Über die Deutsche Sprache sagt sie: „Es hat mir in der Schule gefallen und ich mag es, mich hier mit den Kindern zu unterhalten. Die Sprache ist nicht so schwer zu lernen, aber man muss viele Wörter kennen, um zu kommunizieren. “ Karina war vor Reiseantritt noch nicht so unbefangen, sie erzählt: „Am Anfang hatte ich Angst, dass ich nichts verstehe oder, dass das Unterhalten schwer wird. Aber mit mehr Praxis und Zeit, ist es gar nicht so schwer, wie gedacht.“ Die Drei lernen in Gatschina Deutsch als Zweitsprache; der Austausch wurde von ihrer Deutsch¬Lehrerin angestoßen. Allgemein würde einem in Russland von unterschiedlicher Seite der Deutsch- Unterricht angeraten, somit würden sich bessere Perspektiven in Deutschland oder deutschsprachigen Ländern, wie beispielsweise der Schweiz eröffnen. Bevor sich die drei aber ins Berufsleben stürzen, haben sie noch Pläne: Karina möchte an einer Universität in Russland studieren, ebenso Adrian, der Interesse für die Fächer „Deutsch“ und „Englisch“ hegt. Valeria möchte zuvor noch verschiedene Länder bereisen, am Liebsten Italien, China und die USA. Auf die Frage, wenn sie etwas, egal was, aus Deutschland mitnehmen könnten, was das wäre, antwortet Karina augenblicklich: „Käse! Hier gibt es so viele verschiedene Käsearten das finde ich toll! In Russland gibt es sehr wenige und die haben alle den gleichen Geschmack“. Auch Adrian würde Käse, Wurst und Croissants mitnehmen, Valeria hingegen Brezeln und süßen Senf. Neben kulinarischer Köstlichkeit nehmen sie aber natürlich auch die deutsche Mentalität mit, die in ihren Augen wie folgt aussieht. Deutsche sind pünktlich und sparsam, aber stehen auch immer früh auf. 2002 fand das erste Mal ein Austausch zwi­schen Ettlingen und Gatschina statt und im Laufe der Jahre, in denen bisher mehr als 25 Jugendliche nach Deutsch­land kamen, lassen sich durchaus Er­folge erkennen. So weiß Herr Laier zum Beispiel von zwei Schülern, die Infor­matik am KIT studieren und zwei wei­teren Immatrikulationen an einer Schweizer Uni. Valeria würde nächstes Jahr gerne wiederkommen und als Kin­derbetreuerin arbeiten. Karina hinge­gen interessiere sich eher für andere Berufszweige. Das wäre möglich, wenn es noch mehr Angebote von Ettlinger Firmen oder Vereinen gäbe. „Es sollten Aufgaben sein, die praktische Fähigkeiten ver­langen. Aber neben den Praktika legen wir auch Wert darauf, dass die Jugend­lichen bei Familien wohnen und so nicht nur den Käse kennenlernen, son­dern auch die Kultur und somit, zurück in Russland, als Multiplikatoren fun­gieren können.“ Bei Karina, Valeria und Adrian scheint letzteres aufzuge­hen, denn sie sind sich einig: „Den Aus­tausch würden wir auf jeden Fall noch­mal machen! “   Natalie Friedrich, BNN vom 17.08.2019

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Schwimm-WM 2019 in Südkorea, Gold für Swetlana aus Gatschina


Am Sonntag, 14.07. gewann Swetlana Kolesnitschenko [Светлана Константиновна Колесниченко] aus Gatschina die zweite Goldmedaille bei den Schwimm Weltmeisterschaften im Synchronschwimmen mit ihrer Partnerin Swetlana Romaschina. Bereits einen Tag zuvor holte Swetlana Kolesnitschenko Gold im Solo Synchronschwimmen. Seit ihrem ersten Erfolg 2011 bei der Weltmeisterschaft in Shanghai ist es ihre 15. Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft, 2016 siegte sie bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Gruppen Synchronschwimmen.

Svetlana wurde am 20. September 1993 in Gatschina geboren, besuchte die Schule Nr. 8 und wurde in der Sportschule „KIWI“ von Irina Belousova gefördert.

Irina und Vladimir Belousov gründeten die Sportschule „KIWI“ im Jahre 1993 in Gatschina. Die Schule ist inzwischen ein Leistungszentrum im Leningrader Gebiet im Synchron- und Sportschwimmen. Darüber hinaus erhalten Kinder im Zeitraum von 3 Monaten eine Grundausbildung im Schwimmen.

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Mehr als 800 Deutsche und Russen tauschen sich in Düren aus

Städtepartnerkonferenzen finden alle zwei Jahre abwechselnd in Russland und Deutschland statt. Ihr Ziel besteht darin, die Perspektiven für eine intensivere Zusammenarbeit auf regionaler und kommunaler Ebene sowie neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Nichtregierungsorganisationen und Kommunen auszubauen. Vor zwei Jahren war die russische Stadt Krasnodar der Gastgeber. Dieses Jahr kamen fast 300 aktive Lokalpolitiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus Russland in den Kreis Düren, darunter die Leiterin der Verwaltung des Kreises Gatschina Elena Ljubuschkina, ihre Stellvertreterin Elena Faraonowa und die Deutsch Lehrerin Irina Elagina.

Die Konferenz wurde am Dienstag im Krönungssaal des Aachener Rathauses feierlich eröffnet. Trotz der glühenden Hitze waren am Abend mehr als 700 Gäste versammelt. In seiner Eröffnungsrede vermied der Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen Armin Laschet die „wunden Punkte“ in der deutsch-russischen Beziehungen anzusprechen und unterstrich die Gemeinsamkeiten. Der Sonderbeauftragte des Präsidenten der Russischen Föderation für internationale kulturelle Zusammenarbeit Michail Schwydkoj sah das strahlende Sommerwetter als Omen für die zukünftigen deutsch-russischen Beziehungen. Der Höhepunkt des Abends war die Unterzeichnung eines weiteren Partnerschaftsvertrages zwischen Heilbronn und Noworossijsk. Inzwischen gibt es 112 Partnerschaften zwischen deutschen und russischen Städten.

Am Mittwoch ging die Konferenz mit einer lebhaften und hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion „Quo vadis deutsch-russische Beziehungen?“ weiter. Visafreiheit zwischen den beiden Ländern und die Krimfrage standen dabei im Mittelpunk.  Die bekannte Journalistin Gabriele Krone-Schmalz kritisierte, dass das Thema „Krim“ tabuisiert ist. „Man sollte doch Realitäten zur Kenntnis nehmen und zumindest darüber reden“, sagte sie.

In der anschließenden Pressekonferenz betonte Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren: „Die heutige Debatte hat gezeigt, dass man sich auf hohem Niveau positiv miteinander auseinandersetzen kann. Und wenn hier in Düren, tief im Westen der Republik, viele Hunderte Menschen sich treffen und kreativ unter dem Motto „Quo vadis“ diskutieren, dann kann es kein besseres Zeichen für Freundschaft zwischen Deutschland und Russland und Völkerverständigung geben“.

Der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums Mathias Platzeck lobte die Qualität der Tagung und die „Offenheit der Diskussionen“ in der „ohne Scheu“ Meinungen geäußert werden. Dies sei in solchen Foren keine Selbstverständlichkeit. Das man eine solche Veranstaltung dort macht, wo die Niederlande und Belgien fast „im Fußmarsch“ zu erreichen sind, sei ein gutes Zeichen dafür, dass die Zukunft Europas ohne Russland nicht denkbar sei, so Platzeck.

Nächstes Jahr wird sowohl der 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges gefeiert, als auch der 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands. Während der Podiumsdiskussion wurde der Gedanke geäußert, den 8.Mai als offiziellen Gedenktag über die Befreiung vom Faschismus in den deutschen Kalender einzuführen. Mathias Platzeck hat diese Idee begrüßt. In einigen ostdeutschen Bundesländern hat man so einen Gedenktag schon eingeführt. Platzeck zitierte den berühmten Satz von Willy Brandt: „Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts“. Es sei ganz deutlich zum Ausdruck gekommen, dass die Friedenspolitik und die Abrüstungspolitik Kernthemen der Politik der nächsten Jahre sein sollten. „Was nützen alle zivilgesellschaftlichen Bemühungen auf allen Ebenen, wenn die Möglichkeit nicht mehr da ist im Frieden zu leben“. Er plädierte auch für eine deutliche Erleichterung der Visaregime zwischen Deutschland und Russland.

Anschließend trafen sich über 700 Vertreter von Städten und Gemeinden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Politik und Wirtschaft in sieben Arbeitsgruppen, um über solche Themen wie energieeffiziente und nachhaltige Stadtentwicklung, digitale Stadt, kommunale Kooperationen, Gesundheit oder Inklusion und Teilhabe zu diskutieren und über die Praxis der kommunalen Zusammenarbeit austauschen.

Anschließend trafen sich über 700 Vertreter von Städten und Gemeinden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Politik und Wirtschaft in sieben Arbeitsgruppen, um über solche Themen wie energieeffiziente und nachhaltige Stadtentwicklung, digitale Stadt, kommunale Kooperationen, Gesundheit oder Inklusion und Teilhabe zu diskutieren und über die Praxis der kommunalen Zusammenarbeit austauschen.

Link zu weiteren deutschen Presseartikeln

Im vollbesetzten Konferenzzentrum des Kreises Düren hieß Landrat Wolfgang Spelthahn die Gäste aus beiden Ländern zu einer Podiumsdiskussion willkommen. Unter der Überschrift “Quo vadis deutsch-russische Beziehungen?” moderierte Walerij Fadeev, Vorsitzender der Gesellschaftskammer der Russischen Föderation, den gut zweistündigen Gedankenaustausch.

Auf deutscher Seite saßen neben der bekannten Journalistin Gabriele Krone-Schmalz Dirk Wiese MdB als Koordinator für die zwischengesellschaftlich Zusammenarbeit mit Russland sowie Peter Franke, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher West-Ost-Gesellschaften. Von russischer Seite waren Michail Schwydkoj, Sonderbeauftragter des Präsidenten der Russischen Föderation für internationale kulturelle Zusammenarbeit, sowie Pawel Sawalny, Vorsitzender der Russisch-Deutschen Parlamentariergruppe der Staatsduma, als Gesprächspartner dabei. Dank der Simultandolmetscher gelang die Verständigung reibungslos.

Ausgehend von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiers Feststellung, dass sich beide Länder stark voneinander entfernt hätten, diskutierte die Runde auch die Rolle der Medien bei der Wahrnehmung des jeweils anderen Landes. Einig waren sich die Gesprächspartner, dass direkte Kontakte zwischen den Menschen grundlegend seien für gute Beziehungen der beiden Länder zueinander. Insbesondere junge Menschen, die die Schrecken von Krieg und Gewalt nicht aus eigener Erfahrung kennen, sollten intensiver in den Austausch einbezogen werden. Miteinander im Gespräch bleiben sei das A und O. Bei der abschließenden Fragerunde setzten die Zuhörer zahlreiche weitere Impulse zum Nachdenken.

“Sie haben mit ihrer perfekten Organisation die Latte so hoch gelegt, höher geht es eigentlich nicht mehr. Alles war picobello, Chapeau!”, sagte Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D. und Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums e.V., als er sich am Donnerstagmittag im Konferenzzentrum des Kreises Düren bei Landrat Wolfgang Spelthahn für die Gastfreundschaft des Kreises während der dreitägigen Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz bedankte. “Die Städtepartnerkonferenz im Kreis Düren ist die bisher größte, lebendigste und inhaltsreichste.” Weil sich das bereits bis nach Berlin herumgesprochen habe, überreichte er Landrat Wolfgang Spelthahn als Initiator der Konferenz einen kleinen Berliner Bären als Dankeschön.

“Obwohl sich die hohen Politik zurzeit schwertut, haben wir bewiesen, dass wir auf kommunaler Ebene Schritt für Schritt vorankommen”, resümierte Landrat Wolfgang Spelthahn am Ende den Stellenwert der XV. Städtepartnerkonferenz des Deutsch-Russischen Forums.

Zuvor hatten Teilnehmer aus den sieben Arbeitsgruppen dem Plenum ihre Arbeitsergebnisse in Kurzform vorgestellt. Dabei ging es inhaltlich um nachhaltige Stadtentwicklung, Digitalisierung, Strategien für die nachhaltige Entwicklung von Kommunen und Regionen, die Zusammenarbeit in Wissenschaft, Kultur und Sprachförderung, um Inklusion, um Verständigung und Frieden sowie um Medizin und humanitären Zusammenhalt. Da der Jugend die Zukunft gehört, hatte parallel ein Jugendforum stattgefunden. Die Vertreter der vier Arbeitsgruppen erstatteten ebenfalls kurz Bericht.
Angesichts der vielen Impulse aus den Themengruppen sah Matthias Platzeck das Konzept der Volksdiplomatie bestätigt. “Die Bürger setzen ihren Dialog fort, ohne auf die täglichen Schwankungen der hohen Politik zu achten.” Landrat Wolfgang Spelthahn formulierte das so: “Wir sind uns eben einig, dass wir Freunde sein wollen.”

Den musikalischen Schlusspunkt setzte der Jugendchor “Das kleine Geheimnis” aus Mytischi, der Partnerstadt des Kreises Düren.

Fotos: Rudi Böhmer

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Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext

Nadine Rahner, eben erst von einem längeren Aufenthalt aus Moskau zurückgekehrt, befasst sich in ihrer Doktorarbeit mit den 3 russischen Literaturnobelpreisträgern Pasternak, Scholochow und Solschenizyn und deren Funktion als Kulturvermittler. Sie wird darüber in der Scheune berichten und das internationale Graduierten Kolleg der Universität Freiburg vorstellen.

Mit Pasternak, Scholochow und Solschenizyn wurde drei russischen Schriftstellern der Literaturnobelpreis verliehen, die differenter nicht sein könnten: Pasternak ist der Intelligenzija zuzurechnen, Scholochow gilt als einer ‘der Schriftsteller’ der Sowjetunion und Solschenizyn ist einer der viel rezipierten Dissidenten im Westen. Spätestens mit der Verleihung des Literaturnobelpreises gerieten die Autoren in die globale Wahrnehmung, übernahmen die Funktion als russische Kulturvermittler, dienten als Objekte der Instrumentalisierung im Kalten Krieg und ihre Werke erlangten internationalen Bekanntheitsgrad. Der Transfervorgang einschließlich der Übersetzung, die deutsche Publikationsgeschichte ihrer Werke und die Rezeption der Autoren und ihrer Werke in Deutschland wurden jedoch noch nicht oder nur teilweise aufgearbeitet.

Deshalb macht es sich diese Arbeit zur Aufgabe, zu untersuchen, inwieweit die Autoren mit ihrem Status als Literaturnobelpreisträger die Funktion von Kulturvermittlern einnehmen, welche Vermittlerfiguren und Institutionen hinter dem Transfer ihrer Werke nach Deutschland standen, ob und wie diese vermittelnden Personen und Institutionen die Rezeption lenkten und welche Faktoren zur Rezeption der Werke und ihrer Person im jeweiligen Land führten und diese beeinflussten.
Als theoretische Grundlage für diese Ausführungen dient vor allem die Kulturtransfertheorie. Um die für den Transfer relevanten Vermittlerfiguren und -institutionen herauszustellen, wird mit netzwerktheoretischen Ansätzen gearbeitet. Auf Textebene werden Motive herausgearbeitet, die bei der Untersuchung der Rezeption als Indikatoren dafür dienen sollen, inwieweit sich die rezipierten Motive aufgrund gesellschaftlicher, politischer und historischer Wandlungen veränderten.

Mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Universität Freiburg und der Russischen Staatlichen Humanwissenschaftlichen Universität (RGGU) Moskau gemeinsam finanzierten Internationalen Graduiertenkolleg  „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identi­tät‘ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“ wurde 2014 zum ersten Mal ein ge­meinsames deutsch-russisches Graduiertenkolleg im Bereich der Geisteswissenschaften eingerichtet.

Vortrag mit Diskussion, Referentin: Nadine Rahner, Doktorandin, Universität Freiburg
Scheune, Pforzheimerstraße 31b, Dienstag, 9. April, 19 Uhr

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