Programm Demokratie Leben, Präsentation der Ergebnisse

Elf Schülerinnen aus Gatschina wa­ren eine Woche mit ihrer Deutsch-Leh­rerin des Uschinskij Gymnasiums im November zu Gegenbesuch in Ettlingen und Umgebung. Die Schüler arbeite­ten länderübergreifend im Projekt­team „Zwangsarbeiter in Ettlingen“ zusammen. Mit Erfolg. Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Le­ben“ stellte zuvor Gerhard Laier von der Deutsch-Russischen-Gesellschaft (DRG) einen erfolgreichen Förderan­trag für das Bundesprogramm „Demo­kratie Leben!“. „In unserer Stadt gab es zwischen 1939 und 1945 rund 3 000 Menschen, die zur Zwangsarbeit in 250 Ettlinger Betrieben gezwungen wur­den“, so DRG-Vorsitzender Laier. Im November nun präsentierte man in der evangelischen Paulusgemeinde die Er­gebnisse -erstellte Flyer und Informationstafeln zum Thema Zwangsarbei­ter in Ettlingen im Dritten Reich – mit allen am Schüleraustausch beteiligten Schüler aus Ettlingen, Karlsbad und Gatschina. Schülerinnen aus Gatschi­na trugen Erinnerungen einer ehemali­gen Zwangsarbeiterin in Ettlingen vor. Andreas Schulz, Fachreferent der Lan­deszentrale für politische Bildung Ba­den-Württemberg, erklärte: „Wir ha­ben vielleicht gerade heute Sichtbar­keit, die eine offizielle Anerkennung und Aufarbeitung in Ettlingen so lange Zeit verhindert hatte, nötig. Neben der kollektiven Erinnerung existierte lan­ge Zeit das Phänomen der kollektiven Verdrängung.“           

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