Freundschaftsfahrt 2017 nach Russland, Vortrag und Diskussion

Bericht über eine Freundschaftsfahrt
Vier Teilnehmer aus NRW und Bayern berichteten am Freitag 29.6. in der „Scheune“ von ihrer 3-wöchigen Reise der Begegnungen im Sommer 2017 über tausende von Kilometern auf 7 Routen durch 45 russische Städte von Berlin nach Moskau. Initiiert von Dr. Rainer Rothfuß, einem Geograph aus Süddeutschland, der an der Universität Tübingen mehrere Jahre als Juniorprofessor gelehrt hat, fanden sich über das Internet ca. 350 Teilnehmer aus mehreren Ländern vom Studenten bis zum 80-jährigen Senior und auch ganze Familien verschiedener Herkunft und politischer Ausrichtung zusammen, die das Interesse an der Begegnung mit Land und Leuten in Russland einte. Empfänge bei Bürgermeistern und verschiedenen Organisationen wurden vorher angebahnt. Täglich gab ein Organisationskomitee jeweils Zielort und Treffpunkt bekannt. Mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln (PKW, Motorrad, Bahn und Bussen) bewegten sich die Teilnehmer unter zu Hilfenahme von Landkarten und Navigationssystem durch 6 Länder und fanden sich am nächsten Zielort ein. Durch die Innenstädte mit Ampeln wurde der große Konvoi teilweise durch die Polizei oder auch von russischen Motorradclubs eskortiert. Überall wurden sie herzlich und mit großem Interesse aufgenommen. Fototermin und Presseberichte waren den russischen Gastgebern sehr wichtig. Eine große Hilfe waren Teilnehmer, die des Kyrillischen und der russischen Sprache etwas mächtig waren, ansonsten musste auch eine Menge improvisiert werden. Die Kosten für Fahrt, Unterkünfte und Eintritte wurden selbst getragen. Die Teilnehmer berichteten, dass sie mit einer Fülle von Eindrücken über Land und Leute zurückgekehrt seien. Durch die Informationen vor Ort hätten sie teilweise ihr Geschichtswissen korrigieren müssen. Die herzliche Gastfreundschaft hinterließ tiefe Eindrücke. Die Bedeutung solcher Freundschafts- oder Friedensfahrtenfahrten liegt insbesondere im Abbau von Vorbehalten, die leider immer noch durch unsere Politik und Presse aufrechterhalten werden. Die nächste Fahrt hat bereits stattgefunden vom 5.-11. Juni 2018 – diesmal mit dem Zug durch 25 Städte. Mehr über Facebook und YouTube unter „Druschba-Freundschaftsfahrt“. „Druschba Global“ ist ein eingetragener Verein und dient der Völkerfreundschaft.

Freitag, 29. Juni 2018, 20 Uhr
Scheune, Pforzheimer Str. 31b, 76275 Ettlingen
mit Helen Belmore, Ulrich Burger-Engwald, Monika
Engwald, Nils Opel zum Thema Druschba 2017
Bericht über die Freundschaftsfahrt nach Russland

Konflikt um die Ukraine, Wirtschaftssanktionen, Nato-Manöver an der russischen Grenze: Seit Jahren beobachten wir in der westlichen Welt, wie systematisch und
medial gesteuert ein Feindbild aufgebaut wird: Russland! Die massive militärische Aufrüstung der Nato direkt an der russischen Grenze erreicht immer neue Eskalationsstufen.
Was können wir tun?
Kriegspropaganda verliert dann ihre Wirkung, wenn wir uns selber einen Eindruck vom Land und den Menschen verschaffen. Wer sind „die Russen“? Wie leben sie? Wie denken sie über ihr Land, wie denken sie über uns in Deutschland? Gegenseitiges Kennenlernen und Freundschaft bilden die Grundlage für Frieden.
Diesem Ziel diente die Druschba-Freundschaftsfahrt 2017, die 350 Menschen in sieben Routen durch 45 russische Städte und Regionen führte. Die Teilnehmer konnten sich ein eigenes Bild fernab der medialen Berichterstattung machen.
Wir möchten Ihnen einen Einblick in diese Erfahrungen geben. Vier Teilnehmer werden aus unterschiedlichen Regionen Russlands berichten und ihre eindrucksvollen Erlebnisse mit Ihnen teilen.
In der anschließenden Diskussion möchten wir gemeinsam weitere Möglichkeiten eines friedenserhaltenden Engagements erörtern.

„Freundschaftsfahrt 2017“