Praktische Impulse fur wichtige Multiplikatoren

Eberhard-Schock-Stiftung unterstutzt Weiterbildung von Berufsschullehrern aus dem russischen Gatschina

„Nachhaltigkeit” spielt bei den Aktivitäten der Partnerschaft Begegnungen zwischen den Aktivitäten zwischen Ettlingen und Gatschina eine immer bedeutendere Rolle. Bei den Begegnungen zwischen Deutschen und Russen, so Gerhard Laier, Vorsitzender der Deutsch-Russischen Gesellschaft Ettlingen, und Projektleiterin Kristin Bischoff von der Eberhard-Schock-Stiftung, Baden- Baden, einvernehmlich, gehe es darum, das Versöhnungswerk zwischen den Menschen aus Deutschland und Russland durch praktische Impulse voranzubringen.
So unterstützte die Stiftung das vierwöchige Programm zur Weiterbildung von vier Berufsschullehrern aus Gatschina im Raum Karlsruhe/Ettlingen/Bühl/Baden-Baden mit großer Freude, weil es hier um Vermittlung praktischer Impulse für wichtige Multiplikatoren des Handwerks im Raum Sankt Petersburg ging.
„Die vielen Tausend Euro, die für das Programm ausgegeben wurden, sind gut angelegt”, meinte Heinz Peters, Chef der Ettlinger Firma Rotech in Vertretung von Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker, bei der Ausgabe der Teilnahmezertifikate für die Berufsschullehrer, die mehrere Wochen lang an Berufsschulen und in Handwerksbetrieben der Region sich einen tiefen Einblick in die badische Handwerks- und Berufswelt verschafften. Ziel dabei: Vermittlung praktischer und theoretischer Kenntnisse in der Verarbeitung moderner Materialien im Fliesenleger- und Malerhandwerk, Vermittlung didaktischer Ansätze für den Unterricht und Einblick in das Duale Berufsausbildungssystem.
Akteure als ausbildende Lehrer waren Thomas Geiges und Klaus Mohr von der Bildungsakademie der Handwerkskammer und Rolf Schmidt vom Ausbildungszentrum Bau in Karlsruhe. Touristisches gab es für die russischen Berufsschullehrer nur an Wochenenden, ansonsten hieß es „dran zu klotzen”. Praktisches Arbeiten mit neuen Technologien im Maler- und Lackiererberuf, Verlegen von Fliesen und Mosaiken auf unterschiedlichen Untergründen gemeinsam mit Karlsruher Schülern des zweiten Lehrjahres war angesagt. Dazu gab es viele Betriebsbesichtigungen, so bei der Baufirma Schöck in Baden-Baden-Steinbach, bei Platten-Haas in Baden-Baden, dem Malerunternehmen Heinrich Schmid, Karlsruhe, oder auf einer Baustelle der Waldbronner Firma Csernalabics. „Wir fanden es großartig, dass bei der Weiterbildung so viel Wert auf praktische Ausbildung gelegt wurde”, sagten die Lehrerinnen Elena Vakhnyuk, Kira Krugova und Alia Pavlova. Und der vierte im Bunde, Igor Gazorov, träumt schon davon, dass es auch in Russland so etwas ähnliches wie das deutsche duale System in der beruflichen Bildung gibt. Jedenfalls nehme man aus dem Badischen, den ein oder anderen praktischen Tipp mit, der in den Unterricht an der Berufsschule in Gatschina einfließen werde.
Voll des Lobes war man bei der Ausgabe der Teilnahme-Zertifikate über das von Projektleiterin Kristin Bischoff zusammengestellte und organisierte Programm.

Empfang bei der Eberhard-Schöck Stiftung


BNN, Ettlingen, 3.12.2009 (jew).
Aus dem Jahresbericht der Eberhard-Schöck Stiftung 2009/2010

Bericht in der UNI-Zeitung, Gatschina