Erstmals weilte eine Ettlinger Schülergruppe in Gatschina

Schüler besuchten Gatschina

14 Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Röpke-Schule und des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Begleitung von Frau Hinse, Herrn Sommer und Herrn Zimmermann besuchten in den Herbstferien Gat­schina in der UdSSR. Das Ziel der Reise war, mit der zukünftigen Partnerstadt Ettlingens eine Schulpartnerschaft zu beginnen. Die deutsch-russischen Gesellschaften von Ettlingen und Gatschina hat­ten dankenswerterweise die vorbereitenden organisatorischen Maß­nahmen übernommen.
In Gatschina waren die Schüler in Familien untergebracht und hatten so die Gelegenheit, den russischen Alltag hautnah zu erleben. Neben Besichtigungen von St. Petersburg, Petershof, Nowgorod und Est­land standen der Besuch von verschiedenen Kulturveranstaltungen sowie Gespräche mit Schülern, Vertretern der Kirche, der Politik und des Militärs auf dem umfangreichen Programm. Besonders überwäl­tigt waren dieTeilnehmer von der großen Gastfreundschaft, die ihnen entgegengebracht wurde. Alles Erdenkliche wurde für die Jugendli­chen unternommen, obwohl die wirtschaftliche Not unübersehbar ist und sicher noch schlimmer werden wird, als dies im letzten Jahr der Fall war.
Die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerkollegium der Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen richten deshalb an dieser Stelle an alle Ettlinger B ürger den dringenden Appell, die bereits eingeleiteten und noch vorgesehenen Hilfsmaßnahmen für Rußland und für Gat­schina – insbesondere im Hinblick auf die besonders schwierige Si­tuation der Bevölkerung in der bevorstehenden Winterperiode – zu unterstützen.

Bericht in den BNN
Konkrete Vorstellungen
Röpke-Schule für Partnerschaft mit Gatschina
Ettlingen (ro). Im Rahmen der Arbeit der deutsch-russischen Gesellschaft Ettlingen weil­te, wie berichtet, eine Schülergruppe in Gatschi­na, wo die jungen Leute in russischen Familien untergebracht waren. Bei dieser Gelegenheit ha­ben Vertreter der SMV und Lehrer der Wilhelm- Röpke-Schule Kontakt zur Schule Nummer drei „Lyzeum“ aufgenommen. Bei dieser Schule han­delt es sich um eine Einrichtung, die bis zum Ende der elften Klasse führt und die mit der Studierfähigkeit für russische Hochschulen ab­schließt. Es bestehen dort Fremdsprachenberei­che für englisch und deutsch, sowie französisch. Außerdem werden Grundkenntnisse für Fertig­keiten in Datenverarbeitung, Metalltechnik und kaufmännischen Fächern vermittelt.
An der Schule drei in Gatschina wurde ein großes Interesse des Lehrerkollegiums, der Schülerschaft und der Schulleitung an einer Schulpartnerschaft oder Kooperation mit einer Schule in Ettlingen deutlich. Da der Fremdspra­chenunterricht in den letzten Jahren des alten politischen Systems einseitig auf eine Fremd­sprache, nämlich Englisch, ausgerichtet war und die Sprachpraxis wegen der Isolierung der UdSSR nach Westen in allen wesentlichen Spra­chen bei Lehrern und Schülern nicht sehr aus­geprägt war, erhoffen sich alle durch diese Schulpartnerschaft einen Ausgleich. Entspre­chende Briefe, die den Wunsch nach einer Schulpartnerschaft verdeutlichen, wurden der Gruppe von der russischen Schule an Oberbür­germeister Josef Offele und an die Schulleitung der Wilhelm-Röpke-Schule mitgegeben.
Die SMV der Wilhelm-Röpke-Schule hat in einem zweitägigen Seminar über die angetrage­ne Partnerschaft beraten und ist zu einer über­wältigenden Zustimmung gekommen. In gleicher Weise hat sich die Gesamtlehrerkonferenz der Schule ausgesprochen.
Die Tatsache, daß die Wilhelm-Röpke-Schule sich in der Trägerschaft des Landkreises befin­det, sollte, so hoffen Schüler, Lehrer und Schul­leitung für die Mitarbeit in einer entsprechen­den Partnerschaft Ettlingen – Gatschina kein Hindernis sein. Man geht dabei insbesondere davon aus, daß diese eventuell zustande kom­mende Partnerschaft nicht eine „geschlossene Veranstaltung“ der Wilhelm-Röpke-Schule sein soll, sondern will ebenso wie auch schon beim ersten Besuch in Absprache mit der Deutsch- Russischen Gesellschaft interessierte Schüler anderer Schulen am Austausch beteiligen.
Demnächst sollen nun die Voten der SMV und der Gesamtlehrerkonferenz der Schulkonferenz zur endgültigen Entscheidung vorgelegt werden. Schüler, Lehrer und Schulleitung hoffen, daß sich Eltern und Betriebe ebenfalls für die Part­nerschaft erklären und diese besondere schuli­sche Aktivität tatkräftig mit unterstützen.